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Feedbackkultur am Arbeitsplatz

So führst du ein Feedbackgespräch richtig!

Lob, Wertschätzung und Anerkennung am Arbeitsplatz sind super wichtig. Es motiviert und verbessert die Leistungen der Mitarbeiter ungemein. Ein Feedback zu erhalten kann aber nicht immer nur schön sein. Man muss neben positivem Feedback genau so gut Kritik, also negatives Feedback, einstecken können. Sowohl mit negativer Kritik umzugehen als auch sie zu vermitteln ist gar nicht mal so leicht. Oft fühlt sich ein Gesprächspartner angegriffen oder verletzt und es stehen sogar Beziehungen zum Chef oder den Kollegen auf dem Spiel. Um das zu vermeiden wird dann oft gar kein Feedback gegeben, weil man vor den möglichen Folgen Angst hat. 

Aber warum ist das so und wie kann man daraus resultierende Konflikte vermeiden?

Leider ist es oft so, dass viele Fehler beim Feedback geben gemacht werden. Und das noch nicht einmal mit Absicht. Zum Beispiel stimmt das Verhältnis von positiver und negativer Kritik nicht überein und man merkt es selbst nicht. Auch der Zeitpunkt für Ratschläge kann äußerst ungünstig gewählt sein. Hinzu kommt gegebenenfalls noch, dass das Taktgefühl bei der Formulierung der Kritik fehlt und sich jemand durch zu viel Ehrlichkeit und Direktheit verletzt fühlt.

Um genau das zu vermeiden und ein gutes Arbeitsklima zu wahren, habe ich fünf Tipps für euch, die dabei helfen!

1.    Einen geeigneten Zeitpunkt wählen

Böse Überraschungen mag niemand! Sofern dich dein Gegenüber nicht um ein Feedback gebeten hat, kündige es wenigstens vorher an und biete demjenigen an, dass du gerne ein Feedback geben möchtest. Sofern das nämlich ungebeten kommt, brauchst du gar nicht erst hoffen, dass derjenige dein Feedback auch annimmt. 
Außerdem ist es wichtig, dass die Zeitspanne zwischen dem Ereignis und dem dazugehörigen Feedback nicht zu groß wird. So kann dein Gegenüber eventuell sogar noch etwas ändern und damit etwas anfangen, bevor das Ereignis immer mehr in der Erinnerung verblasst.
 

2.    Konstruktive statt Destruktive Kritik

Nicht immer ist einem bewusst, ob die geübte Kritik nun konstruktiv oder destruktiv ist. Sobald deine Kritik aber nur von Aufzählungen geprägt ist, was dein Gegenüber alles falsch gemacht hat und es sogar persönlich wird, bist du gerade dabei, destruktive Kritik zu üben. So weiß dein Gegenüber nicht im Geringsten, was nun das Learning daraus ist und wie er es besser machen kann. 
Sag deinem Gegenüber, was er oder sie besser machen kann und zeige Perspektiven und Handlungsanweisungen auf. Dabei ist es wichtig, dass diese klar und deutlich formuliert sind und trotzdem keinen Druck aufbauen.
 

3.    Feedbackgespräch auf Augenhöhe führen

Jemanden von oben herab zu kritisieren kommt gar nicht gut an! Neben konstruktiver Kritik sollte ein Feedbackgespräch auf Augenhöhe stattfinden. Anstatt nur klare und unanfechtbare Anweisungen zu geben, sollte dein Gegenüber die Chance haben, dies zu hinterfragen und ebenfalls Kritik zu üben. Das Gespräch sollte von Offenheit geprägt sein und der Kritisierte sollte ebenfalls seine Meinung frei äußern dürfen. Schließlich sollte es kein Monolog, sondern ein Dialog sein!
 

4.    Gesunde Balance zwischen Pro und Contra wahren

Einem selbst fällt es vielleicht nicht direkt auf, aber für den Feedbackgeber ist es super wichtig, die Balance zwischen Kritik und Lob zu halten. Man verfällt oft in einen Redeschwall und bemerkt selber gar nicht, dass man gerade nur negatives Feedback von sich gibt. Das kann dazu führen, dass dein Gegenüber demotiviert wird und deine Kritik durch diese Dysbalance nicht annimmt. Mein Tipp ist, sich im Vorhinein sowohl positives als auch negatives Feedback aufzuschreiben und sich daran entlang zu hangeln. So behältst du viel einfacher den Überblick und dein Gegenüber ist viel offener dafür die Dinge auch umzusetzen.
 

5.    Feedback richtig formulieren

Bevor du deinen Gedanken einfach freien Lauf lässt, denke immer erst vorher darüber nach, wie du dich fühlen würdest, wenn genau das jemand zu dir sagen würde. Die richtige Formulierung deiner Kritik verhindert unnötige Missverständnisse und eine schlechte Stimmung am Arbeitsplatz. Deine Kritik sollte daher von Höflichkeit und Wertschätzung geprägt sein, die dein Gegenüber somit auch annimmt. Sobald du beleidigend oder herabwürdigende Kritik ausübst, wird dein Gegenüber auf Stur schalten und deine Kritik wird nur so an demjenigen herabprasseln.
Also dein Feedback klar, deutlich und konkret formulieren und immer daran denken, dich auf Beobachtungen, anstatt auf Vermutungen und Interpretationen zu beziehen. 
 

Über die Autorin:

Ina Rösler

Nachdem ich mein Abitur absolviert und anschließend erfolgreich die zweieinhalbjährige Ausbildung zur Industriekauffrau in der ISOTEC-Zentrale im Januar 2020 beendet habe, unterstütze ich nun den HR-Bereich. In meiner täglichen Arbeit kümmere ich mich unter anderem um die Bewerberverwaltung, das Onlinemarketing, sowie um das Personalcontrolling. Es bereitet mir besonders viel Freude mit so vielen unterschiedlichen Menschen zu arbeiten und den HR-Bereich weiterzuentwickeln.

 

 

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