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Sichere deine Zukunft – machen ist wie wollen, nur krasser

Was ist dir wichtiger in deinem Job? Geld, Karriere oder Spaß und Anerkennung? Oder vielleicht alles zusammen?

Ausbildung Holz- und Bautenschutz

Wer heute kurz vor Ende seiner Schullaufbahn steht hat sich schon des Öfteren damit befassen müssen, wie es nach dem Abschluss weitergeht. Studium oder eine Ausbildung machen?

Viele junge Menschen entscheiden sich für diverse Studiengänge, oftmals aber nicht, weil es der wahrhaftige Traum ist. Hinzu kommt, dass es eine Fülle von Angeboten gibt, man wird von Ideen förmlich überrollt und am Ende weiß man doch nicht mehr als vorher, nämlich wohin die Reise überhaupt gehen soll. 

 

Warum ist das so?

Zum einen ist es die Frage des Ansehens. Es klingt cool und verlockend, wenn man sagen kann, ich habe studiert. Manchmal sind es auch die eigenen Eltern, die einen dazu bringen lieber die akademische Laufbahn einzuschlagen. Aber heißt studieren gleichzeitig auch fit für den Job zu sein? Zwischen Theorie und Praxis liegen oft Welten. Der Arbeitsmarkt ist übersättigt an Angeboten und wenn man noch nicht so richtig weiß, was man überhaupt möchte, ist es auf der anderen Seite auch die reine Bequemlichkeit. 

Unterschätzt wird häufig, dass wir gerade einen richtigen Wandel der Arbeitswelt durchleben. Gerade im handwerklichen Bereich ist dies deutlich zu spüren. Laut der Bundesagentur für Arbeit fehlen mehr als 150.000 Mitarbeiter im Handwerk und das ist nur die Zahl der gemeldeten offenen und unbesetzten Stellen. Aber handwerkliche Tätigkeiten werden nie an Bedarf verlieren. Im Gegenteil, wenn es einen Mangel gibt um diese Dienstleistung zu erbringen, wird es zu einem großen Konflikt kommen, um nicht zu sagen den „War for artisans“ entfachen.

Quelle: de.statista.com

Kurzer Rückblick in die Geschichte um den Mauerfall herum

Mit der politischen Wende 1989 und dem Beitritt der DDR zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, veränderten sich die Handwerksstrukturen aufs Neue. Wenn es noch einige Jahre zuvor deutlich zu spüren war, dass es im handwerklichen Bereich einen großen Mangel gab, da sich viele Handwerker (zum teil auch unfreiwillig) für den produktionsgenossenschaftlichen Weg entschieden und die Versorgung der Bevölkerung mit handwerklichen Dienstleistungen nur sehr schwer aufrecht zu erhalten war, so kam nach der Wende der Umschwung. Das Innungswesen der Kreishandwerkerschaften, welches noch Jahre zuvor im Keim erstickte, wurde wiederbelebt und weiter ausgebaut. Es wurde verstärkt in Aus- und Weiterbildung investiert und der Handwerksmarkt erlebte einen deutlichen Umschwung. Keine Begrenzungen mehr die noch Jahre zuvor rechtlich auferlegt wurden, es entstand eine Marktfreiheit. 

Dennoch, im weiteren Verlauf der Jahre sind andere Branchen, wie z. B. der IT-Sektor, in einen richtigen Boom gelangt. Das Handwerk wurde mehr und mehr unattraktiv, bedeutet nach wie vor körperliche Anstrengung und wenig Eleganz. Die Kosten einer Weiterbildung sind relativ hoch und es fehlt einigen Betrieben das nötige Kapital um in ihre Mitarbeiter zu investieren. Selbst wenn Kapital vorhanden ist, fehlt die Zeit, da die Auftragslagen eine schwindelerregende Höhe annehmen. Es ist schier unmöglich allen gerecht werden zu können. Der Fachkräftemangel ist immer deutlicher zu spüren.

Auch generell ist es erschreckend, wie sich der Trend der eingegangenen Bewerbungen von Auszubildenden im Vergleich zu anderen europäischen Ländern im Vergleich entwickelt hat.  Ein alarmierendes Ergebnis und eigentlich nicht nachvollziehbar, denn Gründe die für eine Ausbildung sprechen, gibt es genug.

Facts pro Practise

Viele Schüler leben in dem Irrglauben, dass man nach einer Lehre weniger Einkommen erlangt und häufig von Arbeitslosigkeit bedroht ist. Aber das ist ein Klischee. Die Arbeitslosenquote bei Handwerksmeistern liegt bei weniger als 3%, was vergleichbar gering mit der Arbeitslosenquote von Hochschulabsolventen ist. Daneben bestehen im Handwerk sehr gute Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten, wie z. B. einen Abschluss als Meister. Mit einem berufsbegleitendem Studium hat man die Möglichkeit z. B. im Bauwesen ein Ingenieursstudium anzuschließen. Gerade in der Baubranche ist es ein wertvolles Gut, wenn man durch die handwerkliche Ausbildung, z. B. als Holz-und Bautenschützer, die Thematik aus der Praxiserfahrung kennt. Koppelt man dies mit dem Wissen aus einem Studium hat man unzählig viele Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. 

 

Über die Autorin:

Jennifer Kokoschka - Personalfachkauffrau

Jennifer Kokoschka

Personalfachkauffrau

 

Nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau und langjähriger Tätigkeit im Research und Recruiting für eine Personal- und Unternehmensberatung habe ich eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Personalfachkauffrau abgeschlossen. Nun bin ich seit Anfang September 2017 ein neues Mitglied der ISOTEC-Familie. In meiner täglichen Arbeit unterstütze ich das Team der HR-Abteilung in Recruitingprozessen und Personalmarketing. Die tägliche Arbeit mit Menschen, das Erkennen von Potentialen und dort anzusetzen um Menschen zu fördern und Sie zu wertvollen und unverzichtbaren Mitarbeitern zu formen ist das schönste Feedback was man als Geschenk bekommen kann. Genau deshalb schätze und liebe ich die Arbeit im HR-Bereich.

 

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