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Virtuelle Vorstellungsgespräche – ein neuer Ansatz

Der Ausbruch des neuartigen Virus COVID-19, hat uns an vielen Stellen dazu gebracht, zu improvisieren. 

Nicht nur die Veränderung, dass wir immer noch im Homeoffice arbeiten und unsere Meetings virtuell abhalten spielt dabei eine Rolle, sondern auch der Umgang mit Bewerbungsgesprächen.
Bislang war es für uns keine Option, Kandidaten über andere Wege kennenzulernen. Der Gedanke, dass man sich nicht persönlich vis À vis im Büro begegnet erschien einfach undenkbar. Die Argumente sprachen ganz klar dagegen, denn unser Gedanke war, dass man die kleinen Gestiken, Mimiken und Körperhaltungen des Gegenübers nicht richtig und vollständig wahrnehmen kann. 
Die derzeitige Situation jedoch hat uns zwangsläufig zum Nachdenken angeregt. Ist das, was wir darüber denken, wirklich so, oder nur unsere Vorstellung darüber? Wir haben uns auch die Frage gestellt, welche Alternativen es gibt, damit die Bewerbungsprozesse nicht gestoppt werden müssen.
 

Nachdem wir uns ernsthaft damit auseinandergesetzt haben, wurde uns schnell bewusst, welche Chancen und Vorteile ein virtuelles Vorstellungsgespräch mit sich bringt. Die gewohnte Umgebung im Video - Gespräch wirkte sich positiv auf den Bewerber aus. Der Stresspegel sank und man merkte sofort, dass die meisten Kandidaten deutlich weniger nervös waren und mit mehr Selbstvertrauen auftraten, als in den doch sehr förmlichen Situationen in einem Büro.

Es war deutlich spürbar, dass die Gespräche authentischer verliefen, was uns als Personaler eine bessere Einschätzung darüber gegeben hat, ob ein Bewerber bzw. eine Bewerberin zu uns ins Team passt. Vor allem die Beobachtung darüber, wie souverän und aufmerksam er oder sie auftritt, ist sehr aufschlussreich. Man bekommt ein gutes Gespür dafür, ob sich die Kandidaten leicht ablenken lassen, oder die Situation trotz des gewohnten Umfelds sehr ernst nehmen. Anders als in einem geführten Telefonat, gibt es den Kandidaten und auch uns die Möglichkeit sich sehen zu können und man merkt sehr schnell, ob man einen „Draht“ zueinander findet.

Inhaltlich unterscheidet sich ein virtuelles Vorstellungsgespräch kaum bis gar nicht von dem, eines normal geführten Gespräches im Betrieb. Es beginnt mit einer klassischen Vorstellungsrunde, wo wir den Bewerbern die Firma und uns in kurzer Form vorstellen. Im Anschluss ist der bzw. die Kandidat/-in am Zug. Nun hat dieser die Möglichkeit sich selbst zu präsentieren und im Anschluss beginnt die große Fragerunde. Nicht nur wir haben Fragen an unsere Bewerber, sondern auch umgekehrt. Nach etwa 60 Minuten haben beide Seiten einen recht guten Eindruck von der anderen Partei gewinnen können und wir beraten uns anschließend, ob wir unsere Kandidaten in einem 2. Gespräch live und in Farbe vor Ort wieder treffen werden.

Was bedeutet ein virtuelles Vorstellungsgespräch für dich als Bewerber? 

Tipps, worauf du dabei achten solltest:

Wir haben dich zu einem virtuellen Vorstellungsgespräch eingeladen? Dann herzlichen Glückwunsch, denn die erste Hürde ist geschafft.

  • Auch wenn es vielleicht etwas befremdlich für dich erscheint, dich vor laufender Kamera in Szene zu setzten, keine Sorge – sei einfach du selbst!
  • Du bekommst von uns einen Zugang zugeschickt und es empfiehlt sich, dass du dir zeitnah die richtige Software runterlädst und die Technik checkst, damit an dem Tag des Gesprächs nichts mehr schief gehen kann. 
  • Wenn du von einem Stand-PC aus teilnimmst, dreh nach Möglichkeit deine Kamera so, dass du „Licht von vorne“ bekommst und wir dich gut sehen können. 
  • Vermeide Lichtquellen von hinten, denn das bewirkt, dass du im Dunklen verschwindest und wir dich so nicht erkennen können.
  • Wenn du dich via Tablet, Notebook oder Smartphone einwählst, achte darauf, dass du dein Endgerät in die richtige Höhe platzierst, nach Möglichkeit so, dass du direkt frontal in die Kamera schauen kannst.
  • Am Besten ist es, wenn du dafür sorgst, dass du dir eine ruhige und störungsfreie Atmosphäre schaffst, am besten in deinen eigenen 4 Wänden, denn das hilft ungemein, nicht direkt in Nervosität zu verfallen.
  • Und wenn es losgeht, sei einfach „locker“. Achte darauf, dass du bequem und aufrecht sitzt und blicke beim Sprechen direkt in die Kamera.
  • Wenn dir die Verbindung während des Gesprächs einen „Strich durch die Rechnung macht“ und beispielsweise dein Bild einfriert, bloß keine Nerven verlieren!
  • Wir wissen alle, dass auch mal die Technik versagen kann und das ist kein Drama. Reagierst du entspannt und gelassen, können wir direkt deine Stressresistenz überprüfen ;-)

 

Über die Autorin:

Jennifer Kokoschka

Nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau und langjähriger Tätigkeit im Research und Recruiting für eine Personal- und Unternehmensberatung habe ich eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Personalfachkauffrau abgeschlossen. Nun bin ich seit Anfang September 2017 ein neues Mitglied der ISOTEC-Familie. In meiner täglichen Arbeit in unserer HR-Abteilung bin ich für Themen wie  Recruiting und Personalmarketing zuständig. Die tägliche Arbeit mit Menschen, das Erkennen von Potentialen und dort anzusetzen um Menschen zu fördern und Sie zu wertvollen und unverzichtbaren Mitarbeitern zu formen ist das schönste Feedback was man als Geschenk bekommen kann. Genau deshalb schätze und liebe ich die Arbeit im HR-Bereich.

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