Karriere bei ISOTEC
Werdegang von Horst Becker

Werdegang von Horst Becker

 

Rückblende. 1978. Horst Becker ist 16 Jahre alt - und wird Polizist. Der Vater hatte es vor gemacht, der Junior wollte es nachmachen. Doch aus der Karriere als Staatsdiener wurde nichts.
„Mein Freiheitsdrang war viel zu groß, das Denken in starren Strukturen und vorgezeichneten Laufbahnen war überhaupt nicht mein Ding“, sagt Becker rückblickend. Er quittierte den Dienst, was sein Vater
zunächst mit einem eisigen Schweigen dem Sohn gegenüber quittierte.

Nach dem BWL-Studium ging die Karriere weiter bei einem großen Chemie-Konzern, doch da stieß der
Frei-Denker auf ähnliche Strukturen und Probleme. Aus Sicht von Becker wurde konsequent nach
Schema F gedacht und gemacht. „Nach drei Monaten habe ich meinem Chef vorgeschlagen, dass er die eigene Abteilung im Prinzip auflösen kann, weil wir uns nur um uns selbst drehten“, so Becker.
Freunde hatten ihm zu der Anstellung bei Bayer gratuliert, weil sie darin eine sichere Anstellung bis zur Rente vermuteten. „Als ich nach acht Monaten kündigte, ohne einen neuen Job zu haben, haben die mich für verrückt erklärt.“ Und im Hause Becker herrschte wieder eisiges Schweigen. Aber so ist es halt, wenn man als junger Mensch seinen ganz eigenen Weg gehen will.

Seit der Gründung der „Horst Becker Isoliertechnik“, die 1986 im Wohnzimmer der Eltern stattfand, ist aus der kleinen „Abdichtungsbude“ die ISOTEC-GmbH geworden, mit über 85 Betrieben in Deutschland, Österreich, der Schweiz und auf Mallorca. Seit 25 Jahren wächst die auf Franchising basierte
ISOTEC-Unternehmensgruppe von Jahr zu Jahr weiter im Umsatz, zweistellig. Auch die Kritik der Eltern an dem Sohn verstummte recht schnell. „Noch heute bin ich meinen Eltern dankbar“, unterstreicht Becker, „bei aller Anfangskritik haben sie mich letztendlich bei meinen Unternehmerträumen voll unterstützt und überall mit angepackt, wo anzupacken war.“

Becker selbst sieht sich als Karriere-Förderer. In genau der Situation ist Gründer Becker im RTL-Format „Undercover Boss“ zu sehen, wie er sich zunächst verkleidet als „Harald Müller“ in die eigenen
Franchise-Betriebe begibt, um im Nachhinein weiteres Potential für das Gesamt-Unternehmen zu erkennen; und vor allem das Potential der Mitarbeiter zu fördern.